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  • April 2026
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FVM Kapitalmarktbericht April 2026: Gut aufgestellt, trotz geopolitischer Krisen!

Zwei Männer in Business-Anzügen stehen in einem modernen Bürogebäude vor einer Wand mit dem FVM-Logo. Beide lächeln und blicken in die Kamera. Der Mann links, Claus Walter, trägt eine Brille und ein dunkelblaues Sakko mit weißem Hemd, während der Mann rechts; Ralf Streit, eine Brille, einen Bart und ein dunkelblaues Sakko mit hellem Hemd trägt. Rechts im Bild stehen Glasgefäße mit grünen Pflanzen, im Hintergrund sind helle Wände mit stilisierten Architekturzeichnungen zu sehen.
Claus Walter, Geschäftsführender Gesellschafter Ralf Streit, Geschäftsführer

Liebe Mandanten und Geschäftsfreunde,

das erste Quartal des Jahres 2026 hatte es in sich: Als wir uns im Februar zum Anlageausschuss im Stadion des SC Freiburg getroffen haben, war die Lage eigentlich ganz ordentlich. Es gab eine zarte Hoffnung, dass sich die Konjunktur erholt, und auch in Deutschland ging der Geschäftsklimaindex nach oben. Das bestätigte sich bei unserer Teilnahme an der Telefonaktion der Badischen Zeitung ein paar Tage später, große Sorgen machte sich da kaum jemand. Dann kam mal wieder eine Trump-Überraschung: Gemeinsam mit Israel griffen die USA den Iran an. Plötzlich war alles weit weniger rosig.

Kein Blitzerfolg im Iran
Denn anders als in Venezuela führte der gezielte Angriff auf die Führungsebene gegen Ajatollah Ali Chamenei nicht zu einem schnellen Triumph. Das iranische Regime überraschte nicht nur mit resilienten dezentralen Strukturen, sondern auch mit einer ausgefeilten Abwehrstrategie: Durch Angriffe auf Energieinfrastruktur in islamischen Nachbarstaaten und eine effektive Blockade der für den Welthandel bedeutsamen Meeresstraße von Hormus wurde der Krieg global für jeden spürbar. Die Frage, wer länger durchhält, der Iran oder die Weltwirtschaft, scheint wichtiger zu werden als militärische Erfolge. Denn die Preise an der Tankstelle zogen innerhalb von Tagen an und die Lieferketten für Düngemittel, Plastik und viele andere Waren wurden gestört. Niemand bezweifelt ernsthaft, dass dies zu empfindlichen Preissteigerungen auf breiter Front führen dürfte, sollte der Konflikt länger anhalten. Der Druck auf Donald Trump, der sich im November den Mid-Term-Wahlen stellen muss, wächst täglich. Der Dealmaker dürfte fieberhaft an einer gesichtswahrenden Lösung arbeiten. Ob das aber letztlich zu einer schnellen Eskalation oder einem baldigen Schweigen der Waffen führen wird, kann (Stand Anfang April) niemand seriös vorhersagen. Dass aber schon jetzt die Folgen für die Märkte längerfristige Auswirkungen haben werden, ist dagegen relativ klar absehbar. 

Inflationsgespenst ist zurück
Schon vor dem Irankrieg gab es in den USA Anzeichen für eine Rückkehr der Geldentwertung. Jetzt hat sich dieser Trend enorm beschleunigt. Es ist zweifelhaft, ob vor diesem Hintergrund die in Aussicht gestellten Zinssenkungen kommen. Auch in Europa erwarten Experten eher Zinserhöhungen als weitere Absenkungen. Die Notenbanken stehen wohl mal wieder vor dem Dilemma, Inflation auf der einen Seite und lahmende Konjunktur auf der anderen. Auch an den Aktienmärkten haben sich die Erwartungen abgekühlt, zyklische Branchen wie etwa die Bauwirtschaft waren weniger gefragt. Dagegen konnten sich die vorher angezweifelten Technologietitel eher wieder stabilisieren. Für viele überraschend reagierte Gold nicht wie gewohnt in Konfliktphasen. Das traditionelle Krisenmetall baute so gar eher weiter die Preisübertreibungen der letzten Monate ab. Das kann einerseits daran liegen, dass große Anleger in dieser Phase auf Cash setzten, aber auch der Einsatz von Goldreserven zur Finanzierung von Rüstungsausgaben trotz Embargos ist ein denkbares Szenario. Gleichzeitig scheint der Markt eine Phase höherer Zinsen zu antizipieren, was das unverzinste Investment Gold unattraktiver macht. Für uns ändert das weiter nichts am historisch wertvollen Charakter unseres Goldbestandes als Notreserve. Aber es zeigt deutlich, dass - wie erwartet - die Schwankungsanfälligkeit dieser Asset klasse zugenommen hat. 

Trotzdem Ruhe bewahren
Die Lage hat sich im Laufe des ersten Quartals eingetrübt, aber es gilt, solche Phasen mit Ruhe und Weitsicht zu managen. Geopolitische Ereignisse haben erfahrungsgemäß an den Kapitalmärkten meist zeitlich begrenzte Auswirkungen. Ja, ein sich in die Länge ziehender Konflikt im Nahen Osten könnte zu weiteren Rücksetzern an den Aktien- und Rohstoffmärkten führen. Aber wie unsere langjährigen Mandanten wissen, reagieren wir in solchen Phasen nicht hektisch oder emotional. Gerade in geopolitisch angespannten Situationen ist eine konsequent breit aufgestellte und ausgewogene Vermögensstruktur besonders wertvoll. Die Balance des Portfolios ist die wichtigste Absicherung gegen externe Schocks, aber auch für die Teilnahme an einer späteren Erholung. Wir nehmen die Risiken ernst. Rund ein Drittel unseres Aktienportfolios ist in der ausgewogenen Basisstrategie wie im FVM Classic über Absicherungsstrategien vor allzu großen Schwankungen geschützt. Zudem gibt die Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen wie festverzinsliche Wertpapiere strukturelle Stabilität bei einem Börsenbeben. 

Aber wie in jeder Krisenphase gibt es auch Chancen. Über leichte Anpassungen haben wir die Gewichtung konjunktursensibler Werte etwa in der Baubranche oder im europäischen Industriesegment etwas reduziert und über Indexinvestments in den MSCI World Technologiewerte etwas stärker in die Mischung aufgenommen. Wir sind insoweit ein Stück weit defensiver aufgestellt. Aber wir wollen bewusst nicht die Balance verlieren und komplett auf Zurückhaltung schalten, denn es gilt, eine jederzeit mögliche Erholung nicht zu verpassen. Die Zeiten sind gerade herausfordernd, aber wir sind dafür bestens im Sinne unserer Kunden aufgestellt, und das hat bei uns Tradition, wie Sie auf der nächsten Seite lesen können.

Ihr
Claus Walter         Ralf Streit

Ausgezeichnet

Drei Personen der FVM in Businesskleidung stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera; eine Person hält eine Auszeichnung in der Hand. Rechts im Bild ist ein Schild mit der Aufschrift ‚Beste Vermögensverwalter 2026‘ zu sehen, das die Auszeichnung der WirtschaftsWoche hervorhebt.
Claus Walter, Fiona Walter und Ralf Streit bei der Preisverleihung in Düsseldorf

FVM gehört zu den besten Vermögensverwaltern Deutschlands – und das bereits zum 7. Mal in Folge

Die FVM bekam Ende März in Düsseldorf gleich zweimal die Auszeichnung der WirtschaftsWoche „Beste Vermögensverwalter 2026“ überreicht. Bei der feierlichen Preisverleihung der Handelsblatt Media Group durften wir diese besondere Anerkennung persönlich entgegennehmen. Bereits seit 2020 tragen wir dieses begehrte Siegel.

„Vernünftige Wertentwicklung, Stabilität und Kontinuität stehen für unsere Mandanten im Mittelpunkt“, erklärt Claus Walter, Vorsitzender der FVM-Geschäftsleitung: „Genau darum sind wir immer wieder besonders stolz auf die Auszeichnung durch die WirtschaftsWoche.“ Denn im Rahmen des exklusiven Rankings untersuchte das Analysehaus MMD 1.695 Vermögensverwaltungsstrategien von über 521 Vermögensverwaltern.

Das Besondere: Im Gegensatz zu einem reinen Vergleich der Wertentwicklung wird bei diesem Test auf die realitätsnahen Anforderungen für die Vermögensverwalterbranche Rücksicht genommen. Denn auch wenn für das Ergebnis die Performance über die letzten drei Jahre das Hauptkriterium ist, wird das Risikomanagement in Form monatlicher Schwankungen und des maximalen Verlusts bei einem theoretischen Verkauf zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt miteinbezogen. Unser immer wieder hervorragendes Abschneiden in dieser Untersuchung ist ein Spiegelbild für unseren eigenen Anspruch: Gute und stabile Wertentwicklung für das uns anvertraute Vermögen zu erreichen, aber gleichzeitig mit Sinn und Verstand die Risiken im Griff zu haben. Oder anders ausgedrückt, eine starke Performance ist uns natürlich wichtig, aber der gute Schlaf unserer Kunden auch. „Gerade in dieser von vielen Unsicherheiten geprägten Zeit, ist die erneute Auszeichnung der FVM durch die WirtschaftsWoche eine schöne Bestätigung für unsere Kunden, dass sie einen Top-Partner an ihrer Seite haben“, freut sich FVM-Geschäftsführer Ralf Streit.

Im Detail wurden die Ergebnisse von 521 Vermögensverwaltern analysiert. Die FVM zählt dabei in gleich zwei Kategorien – sowohl in der defensiven als auch in der ausgewogenen Strategie – zu den besten Vermögensverwaltern. Das Besondere für uns ist, dass wir diese Auszeichnung bereits zum 7. Mal in Folge erhalten durften. Dies bestätigt die Kontinuität unserer Arbeit und zeigt zugleich, dass die Leistung der FVM kein einmaliger Erfolg ist, sondern sich über Jahre hinweg beständig bewährt.

Unser Ziel ist es, über die Jahre hinweg Vermögenswerte zu erhalten, eine vernünftige Rendite zu erzielen, ohne zu große Risiken einzugehen. Fiona Walter fügt hinzu: „Für uns ist das eine wertvolle Anerkennung, dass unsere Strategie auch über viele Jahre hinweg verlässlich bleibt“. „Dass wir seit sieben Jahren durchgehend zu den besten Vermögensverwaltern im Vergleich der WirtschaftsWoche zählen und diesmal sogar wieder doppelt ausgezeichnet wurden, ist ein toller Teamerfolg im Interesse unserer Kunden“, freute sich Claus Walter bei der Preisverleihung.

Gruppenfoto der ausgezeichneten Vermögensverwalter in Businesskleidung bei einer Preisverleihung; mehrere Frauen und Männer stehen in zwei Reihen und lächeln in die Kamera. Einige halten Auszeichnungen in der Hand. Im Hintergrund ist ein beleuchteter Veranstaltungsraum zu sehen, rechts ist ein Schild mit der Aufschrift ‚Beste Vermögensverwalter 2026‘ erkennbar.
Gemeinsames Gruppenbild der ausgezeichneten Vermögensverwalter 2026

FVM Intern

Das FVM-Team steht gemeinsam vor einem Backsteingebäude im Außenbereich. Die Gruppe aus mehreren Männern und Frauen ist in Business-Kleidung gekleidet, lächelt in die Kamera und eine Person hält eine gerahmte Urkunde in der Hand.
FVM-Team mit Private Banking Auszeichnung

Exzellente Beratungsqualität

Im Private Banking-Test 2026 der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH wurden wir mit dem Prädikat „Exzellente Beratungsqualität“ ausgezeichnet. Für das aufwendige Testverfahren wurde über hundert unabhängigen Vermögensverwaltern verdeckt durch Experten in Beratungsgesprächen auf den Zahn gefühlt, wie gut sie einen Neukunden im ersten Gespräch informieren und Angebote auf die individuelle Situation zuschneiden. Grundlage war ein mehrstufiges, systematisches Prüfverfahren, das echte Beratungssituationen abbildet und damit besonders praxisnah ist. Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung betont, dass echte Beratung mit den richtigen Fragen beginnt. Genau hier konnte die Freiburger Vermögensverwaltung punkten: durch präzise Analyse, klare Kommunikation und ein Beratungserlebnis, das sich an den individuellen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden orientiert. Mit einer Gesamtnote von 1,3 schnitt die FVM als eine der Besten im Branchenvergleich ab. Das ist bereits die zweite Auszeichnung, die wir von der Gesellschaft für Qualitätsprüfung bekommen haben. Im letzten Jahr wurde im Rahmen der Studie „Digital Champions 2025“ die Online-Präsenz von 111 unabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland umfassend analysiert. Die Homepage und die Social-Media-Aktivitäten der FVM wurden mit 97 von 100 Punkten ebenfalls als „exzellent“ bewertet.

Gruppenfoto von rund 20 Personen in Businesskleidung im Innenbereich des Europa-Park Stadions in Freiburg. Die Teilnehmenden stehen nebeneinander mit Blick auf den Fußballrasen und die Tribünen im Hintergrund; das Bild entstand im Rahmen einer Veranstaltung der FVM im ersten Quartal 2026.
Anlageausschussteilnehmer im Europa-Park-Stadion

FVM-Anlageausschuss beim SC Freiburg

„Wir sind heute dort zu Gast, wo sonst die Spielstrategie des SC Freiburg entwickelt wird“, begrüßte Claus Walter die Gäste des Anlageausschusses. Diesmal fand die Veranstaltung im Europa-Park-Stadion mit Blick auf den Fußballrasen statt. Mit Hilfe externer Fachleute, die durch ihre alternativen Blickwinkel wertvolle Perspektiven ein bringen konnten, wurde hier der Rahmen festgelegt, in dem dann die Basisstrategie der FVM Vermögensverwaltung umgesetzt wird. Dazu wurden gemeinsam die globale Lage eingeschätzt und daraus die Folgen für Anlagestrategie und Risikomanagement abgeleitet. Er öffnet wurde die Sitzung durch einen kurzweiligen Vortrag von Prof. Dr. Hartwig Webersinke, der auf seine unnachahmliche Art die politische und wirtschaftliche Lage Deutschlands, Europas und der Welt einordnete. Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie auf unserer Homepage unter Aktuelles.

Vier Mitglieder des FVM-Teams in Businesskleidung stehen gemeinsam in einem modernen Kongressfoyer und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind weitere Teilnehmer und die helle Architektur der Veranstaltung zu sehen.
Marvin Neininger, Benedikt Schäfer, Ralf Streit, Claus Walter

Fondskongress 2026: Inspirationen und Besuch bei FVM Partnern

Der alljährliche Fondskongress in Mannheim bietet immer wieder starke Impulse, spannende Persönlichkeiten und wertvolle Gespräche. Etwa mit Nassim Nicholas Taleb – ehemaliger Wall-Street-Händler, Mathematiker und Bestsellerautor von „Der Schwarze Schwan“ – der eindrucksvoll erklärte, wie man mit Ungewissheit und Krisen nicht nur umgeht, sondern sogar von ihnen profitieren kann. Oder der fundierte Blick auf die Perspektiven Künstlicher Intelligenz und die Chancen Europas im globalen Wettbewerb von Joe Kaeser, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG. Neben den inhaltlichen Höhepunkten stand der persönliche Aus tausch im Mittelpunkt: Der Besuch bei unseren Partnern Universal Investment und der V-Bank AG war wie immer eine große Freude. Besonders stimmungsvoll war es beim traditionellen Abschluss bei der V-Bank AG mit Fassanstich und Münchner Bier – ein rundum gelungenes Finale des Fondskongresses 2026.