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FVM Kapitalmarktbericht Januar 2026: Zeiten des Wandels – Risiken streuen, aber Chancen nutzen!

Liebe Mandanten und Geschäftsfreunde,
das Jahr 2025 war für die FVM beides – herausfordernd und trotzdem erfolgreich. Es wurde bestimmt von technologischen Umwälzungen und geopolitischen Spannungen. Die Börsen wurden maßgeblich vom Boom rund um einige wenige KI-Werte getrieben, auch wenn zuletzt Zweifel aufkamen, wie sich die enormen Investitionen irgendwann einmal rechnen sollen. Aus europäischer Sicht führte zudem die Abschwächung des Dollar gegenüber dem Euro um über 13 Prozent dazu, dass US-Investments nur wenig zur Gesamtrendite beitragen konnten. So brachte etwa der Dow-Jones-Index auf Eurobasis trotz zweistelligen Kursplus rechnerisch ein Minus von 0,4 Prozent ein. Mit einem Plus von 23,0 Prozent war hier der DAX wesentlich attraktiver, trotz der gerade in Deutschland eher durchwachsenen Stimmungslage. Insgesamt lässt sich sagen, dass sich die Aktienmärkte 2025 so differenziert wie selten zuvor entwickelten. Kein einfaches Umfeld für eine bewusst breit gestreute Anlagestrategie, die maßgeblich auf Stabilität und Risikokontrolle ausgelegt ist. Unter dem Strich bleibt vom Jahr 2025 aber ein gutes Gesamtergebnis aus FVM-Anlegersicht. Denn unsere Auswahl von Werten konnte in allen Anlageklassen Aktien, Renten und Edelmetallen positive Ergebnisse erzielen
Einheitlich? Nicht an den Kapitalmärkten 2025.
Im Aktienbereich waren Technologie- und KI-nahe Werte sowie Infrastruktur-Sektoren, Rüstung und Banken gefragt. Defensive Sektoren wie Konsum und Pharma sowie Teile der Automobilindustrie gerieten unter Druck – hier wirkten sich Zölle, Preisauftrieb und eine eingetrübte Verbraucherstimmung aus. Der Zinsbereich wurde zunächst von der guten Nachricht bestimmt, dass die Inflation insgesamt zurück ging. Allerdings blieb sie über den Zielmarken vieler Notenbanken, und gerade in den USA besteht die Sorge, dass protektionistische Maßnahmen sie wieder anheizen könnten. Die Notenbanken stehen vor einem Zielkonflikt zwischen Preisstabilität und Wachstumsimpulsen. EZB und Fed leiteten Zinssenkungen ein, während im Euroraum die Renditen für längere Laufzeiten anstiegen. Die Sorgen über ausufernde Haushaltsdefizite und steigende Staatsverschuldung nehmen zu. Das ist auch mit ein Grund für die sehr starke Performance von Gold, das mit einem Plus von rund 48 Prozent in unseren Portfolien den größten Beitrag zum Jahresergebnis leistet und damit sogar den Aktienanteil hinter sich ließ. Es spricht einiges dafür, dass Gold gefragt bleiben dürfte. Die Gründe reichen von grundsätzlichen Zweifeln an Papierwährungen in Zeiten von Sondervermögen und Co. bis zu den unabsehbaren Folgen einer zum Jahreswechsel in Venezuela sichtbar gewordenen Hegemonialstrategie der USA, die auch anderswo Schule machen könnte. Allerdings sollten Anleger eines nicht vergessen: Gold hat sicher noch immer eine Notankerfunktion als ultimative Krisenwährung, aber in den letzten Jahren auch eine immer stärkere Korrelation zu volatilen Börsenkursen. Anders gesagt, Rücksetzer sollten auch bei Edelmetallen einkalkuliert werden.
Ausblick 2026? Moderates Wachstum mit bleibenden Risiken
Es bleibt die grundsätzliche Frage, wie wird 2026? Auch wir haben keine Glaskugel, die die Zukunft sicher vorhersagt. Trotzdem sind wir optimistisch, dass wir ein moderates globales Wachstum bekommen, das regional unterschiedlich ausfallen wird. Etwa in Deutschland muss sich erst noch entscheiden, ob wir strukturelle Defizite wirklich angehen und positive Impulse setzen können. International bleibt es spannend, ob der Trend zur Deglobalisierung und einer neuen Zollpolitik anhaltende Preisimpulse setzen wird. Die Entwicklung in den USA ist eine Wundertüte, von der anstehenden personellen Besetzung der Zentralbankspitze bis zu einer möglichen radikalen Politikänderung Trumps bei sinkenden Zustimmungswerten. Auch auf internationalem Parkett ist viel möglich: Von Friedensfortschritten in der Ukraine bis zu einem Einmarsch in Taiwan. Wirtschaftlich werden Technologie und KI wohl die maßgeblichen Treiber der Märkte bleiben, mit den diskutierten Übertreibungsrisiken, aber auch großen Chancen. Gerade wenn die Monetarisierungsmodelle sichtbarer werden, könnte das langfristig wieder zu mehr Marktbreite führen. Die Prognosen der Unternehmensgewinne sind global betrachtet positiv und viele erwarten zweistellige Zuwächse. Die aber oft schon relativ hohen Bewertungen dürften das Aufwärtspotenzial begrenzen. Wir erwarten eine anhaltende Abschwächung des US-Dollars, während Gold weiter gefragt bleiben dürfte. Die Inflationsentwicklung könnte weitere Zinssenkungen verhindern und Staatsschulden könnten stärker in den Fokus rücken.
Konsequenzen für die Anlagestrategie
2025 war lehrreich – was folgt für 2026 daraus? Wir werden verstärkt auf Flexibilität setzen und uns ein Stück weit anpassen, um unsere Anlagestrategie konsequent weiter auszubalancieren. Im Rentenbereich bedeutet das, dass wir bei unserem Fokus auf kurzen bis mittleren Laufzeiten bleiben. Bei der Aktienallokation behalten wir unser striktes Risikomanagement bei und werden an einer breiten Diversifizierung festhalten. Gold bleibt unser Notanker im Portfolio, aber wir lassen uns auch nicht vom Rausch mitreißen und halten den Gesamtanteil durch Re-Allokation stabil. Es gilt, unsere Kunden aktiv vor Übertreibungen und Unwägbarkeiten zu schützen, aber trotzdem die Chancen der Zukunft zu nutzen. Wir sind bereit für ein erfolgreiches 2026 und wünschen allen in diesem Sinne ein frohes Neues Jahr!
Ihr
Claus Walter Ralf Streit
Interview

Was sind die Themen, die Claus Walter und Ralf Streit bei der Weiterentwicklung der FVM beschäftigen?
Diese Frage stellte ihnen Fiona Walter (Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit):
Vor fünf Jahren ist die FVM umgezogen, war das ein gute Entscheidung?
Walter: In der Rückschau können wir ganz klar sagen, der Umzug in die Quadriga war der richtige Schritt. Wir fühlen uns sehr wohl hier und die neuen Räumlichkeiten bieten uns den erforderlichen Platz, sowohl für unsere Mitarbeiter als auch für den Empfang unserer Kunden.
Was hat sich noch verändert?
Streit: Viele unserer Kunden interessieren sich verstärkt für übergeordnete und strategische Themen. Mit Timo Steiner konnten wir 2024 einen Experten für Nachfolgethemen hinzugewinnen, und Benedikt Schäfer hat sich auf Finanzplanungen spezialisiert. Gemeinsam mit Steuerberater- und Rechtsanwaltskanzleien, mit denen wir oft schon viele Jahre zusammenarbeiten, können wir so noch umfassender zu Themen rund um Erbschaftsfragen und Unternehmensfortführungen beraten.
Gibt es auch neue Angebote?
Walter: Tatsächlich haben wir eine ganz neue Idee für Kunden, die größere Vermögen noch weiter strategisch diversifizieren wollen. Denn wir sind zwar überzeugt davon, dass wir mit den bestehenden FVM-Angeboten erstklassige und breitgefächerte Optionen anbieten, die nicht umsonst regelmäßig ausgezeichnet werden. Aber es gehört zu unserer DNA, dass wir bodenständig bleiben: Niemand kann in jeder Marktphase der Beste sein. Deswegen haben wir unser Serviceangebot weitergedacht. Wer das möchte, kann ab 400.000 Euro mit der FVM Select Vermögensverwaltung-Strategie ohne zusätzlichen Aufwand seine Anlagen auf mehrere Top-Manager aufteilen. Wir bleiben der Ansprechpartner, denn Auswahl, Aufteilung und Reporting kommt weiter aus der Hand der FVM.
Warum arbeitet die FVM hauptsächlich mit einem Bankenpartner?
Streit: Die V-Bank hat ein geniales Konzept: Sie ist eine langweilige Bank. Genau das macht sie für Vermögensverwalter und ihre Kunden zum idealen Partner. Sie hat sich auf die sichere Verwahrung von Vermögen spezialisiert und verzichtet komplett auf riskante Kreditgeschäfte. Zudem bietet sie keine eigenen Beratungsleistungen oder Produkte an, damit kann es auch zu keinen Interessenskonflikten kommen. Kein Wunder, dass inzwischen etwa 8 von 10 unabhängigen Vermögensverwaltern sie als Partner wählen und dort über 60 Milliarden Euro verwahrt werden. Eventuell noch interessant zu wissen: Für 2026 wird an einer Möglichkeit gearbeitet, über die V-Bank Vermögen direkt in der Schweiz zu verwahren, um Kunden noch mehr Optionen zu geben.
Wie steht die FVM zum Thema Nachhaltigkeit?
Walter: Das ist tatsächlich ein schwieriges Feld, bei dem wir hin und her gerissen bleiben. Gerade diskutieren wir intensiv die Frage, ob es zur Erhaltung von Frieden und Demokratie nicht auch zwangsläufig die Möglichkeit zur Verteidigung geben muss. Aber begründet das die Option, am Absatz von Kriegsgeräten zu profitieren, die in vielen Teilen der Welt nicht nur defensiv eingesetzt werden? Stand heute bleiben Investitionen in Waffenproduzenten bei uns ausgeschlossen. Wir werden aber weiter diskutieren und unseren Kunden genau zuhören, wie sie Nachhaltigkeitsfragen sehen, auf die es oft keine eindeutigen Antworten gibt.
Warum nutzen immer mehr Stiftungen die FVM?
Streit: Das hängt meiner Ansicht nach stark mit der vorherigen Antwort zusammen: Wir hören genau zu. Nicht umsonst ist der Wertekanon der FVM maßgeblich aus der Zusammenarbeit mit Stiftungen entstanden. Auch der FVM Stiftungsfonds wurde nach den Bedürfnissen unserer institutionellen Kunden gestaltet, und sein erfolgreiches Konzept spricht sich so langsam herum. Dass wir seit 2024 mit Timo Steiner zudem einen ausgewiesenen Stiftungsexperten mit an Bord haben, der zu vielen übergeordneten Themen wertvolle Tipps geben kann, ist sicher ein weiterer entscheidender Faktor.
Gibt es auch ein Thema, das die FVM belastet?
Walter: Tatsächlich ist es wie in vielen wirtschaftlichen Bereichen die Bürokratie. Denn einerseits ist es zu begrüßen, dass die Regulatorik im Finanzbereich für Stabilität und Sicherheit sorgen soll. Aber andererseits ist der Aufwand, sämtliche Auflagen zu erfüllen, enorm und der Sinn so mancher umfassender Dokumentationspflicht erschließt sich nicht immer. Unsere Kunden haben jedoch dadurch auch einen Vorteil: Sie können sich darauf verlassen, dass sich die FVM als von der Bafin beaufsichtigtes Wertpapierinstitut vor keinem großen Anbieter qualitativ verstecken muss. Sie bekommen hier in Freiburg aber noch etwas zusätzlich: Die Vorteile eines unabhängigen, inhabergeführten Vermögensverwalters. Wir müssen keine Konzernvorgaben erfüllen und stehen immer nur auf Ihrer Seite.
An welchen übergeordneten Themen kommt derzeit kein Anleger vorbei?
Streit: Wir leben im Zeitalter der künstlichen Intelligenz, und es können sich in kürzester Zeit die Voraussetzungen für etablierte Geschäftsmodelle verändern. Es erinnert einen oft so ein bisschen an das Schicksal der Pferdekutsche, als das Automobil die Straßen eroberte: Irgendwann waren die Droschkenkutscher verschwunden, aber die Taxifahrer füllten die Lücke aus. Unser Ziel ist es, eine gut ausbalancierte Mischung aus weiterhin erfolgreichen Ideen und zukünftigen Hoffnungsträgern in den Portfolien unserer Kunden abzubilden.
Walter: Wir erleben zusätzlich gerade eine rasante Umwälzung der politischen Weltordnung. Jahrzehntelang aufgebaute Bindungen und Regeln werden quasi über Nacht wertlos, es scheinen sich neue Einflusssphären zu bilden. Solche globalen Entwicklungen haben massive Folgen etwa für Handel, Währungen und Lieferketten. Gerade in solchen Situationen ist es die Aufgabe einer umfassenden Vermögensverwaltung, sowohl die Risiken zu managen, aber auch immer die Chancen zu sehen.
FVM Intern

FVM ist Businesspartner des SC Freiburg
Uns sind Bodenständigkeit, Seriosität und verantwortungsbewusstes Handeln wichtig – Werte, die wir mit dem SC Freiburg teilen. Leidenschaft, Fairness und ein ehrliches Miteinander prägen sowohl den Verein als auch unsere Arbeit in der Vermögensverwaltung. Wir sind stolz darauf, seit 2025 als Businesspartner des SC Freiburg den Profi, Jugend und Frauenfußball als in der Region fest verwurzeltes Unternehmen zu unterstützen. SC Freiburg vor – immer wieder vor!

Landespresseball 2025 – mehr als ein schöner Abend
Die Pressestiftung Baden-Württemberg fördert das Engagement für Demokratie, Meinungsfreiheit und unabhängigen Journalismus. Das Geld für diese wichtige Arbeit stammt dabei aus Spenden und ganz maßgeblich aus den Einnahmen des Landespresseballs. Für uns als FVM war es deswegen eine besondere Ehre, dieses Event zu unterstützen und damit als Partner der Pressestiftung auch an dieser Stelle einen Beitrag für freie Medien und eine lebendige demokratische Kultur zu leisten. Dass wir nebenbei noch einen sehr schönen Abend mit vielen inspirierenden Begegnungen hatten, war ein ganz wunderbarer Nebeneffekt.

Eine wertvolle Tradition – unser soziales Engagement
Die Arbeit für und mit Kindern und Jugendlichen liegt uns seit vielen Jahren am Herzen, deswegen unterstützten wir auch diesmal kurz vor Weihnachten nicht nur mit einer Spende, sondern direkt mit unserem Team vor Ort die Aktion „Wir helfen Kindern e.V.“. Gemeinsam mit der Oberle-Stiftung wurden im Rahmen des Weihnachtszirkus Circolo mehr als 4.500 benachteiligten Kindern und Jugendlichen unvergessliche Momente beschert. Wir halfen, Getränke und Laugengebäck zu verteilen und wurden selbst reichlich beschenkt – mit dem Lachen der Kinder und ihren leuchtenden Augen.
Auch die heilpädagogische Einrichtung Kinderhaus St. Raphael in Freiburg-Littenweiler leistet wertvolle Arbeit, die wir seit der Gründung der FVM im Jahr 1998 unterstützen. Im Jahr 2025 mit einer Spende und einer Einladung der Bewohner ins Kino.
Zudem ist uns die Förderung junger Menschen auf ihrem Bildungsweg ein echtes Anliegen, und wir wollen nachhaltig das Interesse an Naturwissenschaft und Technik stärken. Gerade in einer Zeit, in der es immer wichtiger wird, Fakten von Falschinformationen zu unterscheiden. Die FVM unterstützt dafür das neue „Pater Adam Schall von Bell SJ – Zentrum für Naturwissenschaften“ am Kolleg St. Blasien mit einem finanziellen Beitrag.
Neu ist unsere Spendenunterstützung der Fördergesellschaft Forschung Tumorbiologie e.V., und dieses Thema betrifft mehr als jeden zweiten Deutschen im Laufe des Lebens. Die geförderten Projekte leisten Großartiges – sie tragen zur Vermeidung, früheren Erkennung und besseren Behandlung von Krebserkrankungen bei.


