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  • Juli 2026
  • FVM News

FVM Kapitalmarktbericht Juli 2026: Welt voller Chancen und Risiken, wir halten die Balance!

Zwei Männer in Business-Anzügen stehen in einem modernen Bürogebäude vor einer Wand mit dem FVM-Logo. Beide lächeln und blicken in die Kamera. Der Mann links, Claus Walter, trägt eine Brille und ein dunkelblaues Sakko mit weißem Hemd, während der Mann rechts; Ralf Streit, eine Brille, einen Bart und ein dunkelblaues Sakko mit hellem Hemd trägt. Rechts im Bild stehen Glasgefäße mit grünen Pflanzen, im Hintergrund sind helle Wände mit stilisierten Architekturzeichnungen zu sehen.
Claus Walter, Geschäftsführender Gesellschafter Ralf Streit, Geschäftsführer

Liebe Leserinnen und Leser,

die Stimmung hierzulande ist schlecht, und das liegt nicht nur am Abschneiden Deutschlands bei der Fußball WM. Unternehmen klagen über Regulatorik-Wahnsinn, Reformstau und hohe Energiepreise, spätestens seit wir alle die Straße von Hormus kennen. Es war in den letzten Monaten ein Wechselbad der Gefühle, ob diese wichtige Handelsengstelle weiter blockiert bleibt oder nicht. Die Sorgen wuchsen, dass die Inflationsraten wieder anziehen, die Zinsen steigen und 
das negative Auswirkungen auf viele Bereiche von Konjunktur über Aktienmarkt bis zum Häuslebauer haben könnte. Zum Glück hielten sich bisher der Ölpreisanstieg und die Auswirkung der Störung der Lieferketten noch relativ betrachtet in Grenzen. Die Märkte rechnen wohl damit, dass sich die Situation in absehbarer Zeit lösen wird, und global betrachtet sind die Konjunkturperspektiven nicht schlecht.

Geteiltes Bild
Die FVM teilt diese Meinung grundsätzlich, und wir hielten unsere Aktienquote an der oberen Bandbreite zwischen 47 und 50 Prozent. Aber wir nehmen auch die Risiken ernst, dass die Hoffnungen enttäuscht werden, und haben für rund ein Drittel unseres Aktienbestands in der FVM Classic-Strategie Absicherungsmaßnahmen getroffen oder verlängert. Denn auch wenn die Entwicklung der meisten Börsenbarometer insgesamt positiv war, empfiehlt sich ein genauer Blick hinter die Kulissen. Grundsätzlich trugen meist einige wenige Werte rund um das Thema Künstliche Intelligenz den Löwenanteil am positiven Indextrend. Viele klassische Branchen wie Automobil, Luxus, Konsum oder Freizeitwerte zeigten weniger oder negatives Momentum. Unsere Aufgabe als Vermögensverwalter in solchen Zeiten: Die Kurschancen der Zukunftstrends im Portfolio abbilden, aber gleichzeitig die Verwundbarkeit begrenzen, wenn die Hoffnungsblase Risse bekommt. Derzeit ist zum Beispiel der Fluss der Investitionen so stark, dass die Gewinnentwicklung so manches KI- Infrastrukturunternehmens noch besser läuft als der Kurs. Die Frage bleibt, wie lange die großen Antreiber des KI-Trends diesen Geldstrom aufrechterhalten können. Langfristig muss sich dann auch zeigen, ob sich die enormen Investitionen tatsächlich amortisieren werden. 

Diversifikation beibehalten
Wir werden weiter diversifizieren und auch Branchen im Blick behalten, die gerade weniger im Fokus der Anleger stehen. Beibehalten werden wir ebenfalls unseren Mix verschiedener Anlageklassen. Im festverzinslichen Bereich gilt es, die Risiken für steigenden Inflationsdruck und Zinserhöhungen zu berücksichtigen, aber gleichzeitig Chancen zu nutzen, die sich zuletzt im Langläufer-Bereich geboten haben. Genauso sind wir weiter davon überzeugt, dass ein Goldanteil als Notanker in einer Welt wachsender Staatsschuldenberge eine wichtige Reservefunktion hat. Da sich aber der Charakter von Gold zuletzt deutlich volatiler präsentierte, achten wir darauf, die Quote am Gesamtportfolio nicht zu hoch werden zu lassen. Es gilt in dieser Welt aus enormer Zukunftsdynamik der Digitalisierung und KI, weder den Anschluss zu verlieren noch die klassischen Wertschöpfungsketten zu vergessen. Denn selbst in einer visionären Zukunft wird die Menschheit weiter Nahrung, Kleidung usw. konsumieren, ein Dach über dem Kopf brauchen oder medizinische Versorgung benötigen. Das alles muss sich nicht ausschließen, denn auch klassische Branchen könnten durch KI das eigene Geschäftsmodell beflügeln. Andererseits muss sich nicht jede interessante Idee rechnen. Denn wenn an der Börse reine Hoffnung statt nachvollziehbarer Hochrechnung gehandelt wird, macht uns das skeptisch. Wir haben uns zum Beispiel entschieden, den Hype um SpaceX nicht mitzumachen - auch, wenn viele Anleger die Weltraumträume des Visionärs Elon Musk gekauft haben und den Börsenwert des Unternehmens zumindest kurzfristig mit über zwei Billionen Dollar in den Bereich von etablierten Weltunternehmen wie Microsoft oder Amazon katapultierten. Angesichts der in 2025 überschaubaren Umsätze (18,7 Milliarden Dollar) und Verluste (4,94 Milliarden Dollar) fehlt uns eine echte fundamentale Grundlage für ein Investment. Hinzu kommen Zweifel an der Führungsstruktur und Nachhaltigkeit. Es bleibt eine sehr große, zum Teil undurchschaubare Wette, ob künftige SpaceX-Raketen KI-Rechenzentren in den Weltraum bringen oder Musks Unternehmen irgendwann den Mars besiedelt. 

Balance wahren 
Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass es keine gute Strategie ist, gar keine Zukunftswerte in der Vermögensstruktur zu haben. Es gilt, die Balance zu wahren. Auch wir fühlen uns bei so etwas wie SpaceX an das Platzen der dot.com-Blase kurz nach der Jahrtausendwende erinnert. Die 1998 frisch gegründete FVM musste genau in diesem stürmischen Umfeld Kurs halten. Wie die Kunden der ersten Stunde wissen: Schwankungen ließen sich damals nicht völlig vermeiden. Aber es hat sich ausgezahlt, in solchen Phasen die Ruhe zu bewahren und eine solide Strategie beizubehalten. Im Sinne unserer Kunden ist und bleibt es unser Ziel, Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren, um Vermögen langfristig zu erhalten und zu mehren. Dass Sie hier bei der FVM besonders gut aufgehoben sind, bekamen wir gerade sogar per Urkunde bestätigt: Das Finanz- und Wirtschaftsmagazin Capital kürte uns zum „Top-Vermögensverwalter 2026“.


Ihr
Claus Walter         Ralf Streit

Interview

Der Gründer Claus Walter und Fiona Walter halten gemeinsam eine Auszeichnung mit "Top-Vermögensverwalter" bei einer Veranstaltung vor einem dekorierten Hintergrund mit „Capital“-Logo
Fiona Walter & Claus Walter, Geschäftsführender Gesellschafter

Auszeichnung als Top-Vermögensverwalter ist eine wunderbare Bestätigung

Ende Juni durften FVM-Gründer Claus Walter und Fiona Walter die Urkunde zur Siegelverleihung als „Top-Vermögensverwalter 2026“ durch das Finanz-und Wirtschaftsmagazin CAPITAL entgegennehmen. Ein schöner Abend in exklusiver Runde.

Warum ist die Auszeichnung durch CAPITAL etwas Besonderes?
Claus Walter: Unser oberstes Ziel ist der Erfolg unserer Kunden und nicht das Gewinnen von Auszeichnungen. Aber es ist natürlich eine wunderbare Bestätigung unserer Arbeit, wenn wir in einem unabhängigen Test zur absoluten Spitzengruppe in der Branche zählen. Denn der Test von CAPITAL ist mehr als einfach nur ein Performancevergleich, bei dem mal Anbieter A oder B besser abschneiden. CAPITAL schaute sich in Zusammenarbeit mit dem Münchner Institut für Vermögensaufbau (IVA) dafür anonymisiert rund 57.000 reale Depots an. Bewertet wurden neben der Performance auch die Depotstruktur, 
Kosteneffizienz und wirksames Risikomanagement, das bildet viel besser unsere echte Arbeit als Vermögensverwalter ab.

Wie lässt sich die Bewertung mit fünf Sternen einordnen?
Fiona Walter: Insgesamt wurden Portfolien von 121 Vermögensverwaltern aus ganz Deutschland analysiert. Nur 18 bekamen über alle untersuchten Depot-Kategorien – konservativ, ausgewogen und chancenorientiert – betrachtet eine 5-Sterne Gesamtbewertung. Das heißt regional gesehen, in Baden-Württemberg können Sie genau in Stuttgart, Heilbronn und Freiburg je einen solchen Top-Vermögensverwalter finden.

Wie war die Verleihung der Urkunde in München? 
Claus Walter: Dass wirklich alle 18 ausgezeichneten Vermögensverwalter persönlich vor Ort vertreten waren, zeigt, welche Bedeutung die CAPITAL-Auszeichnung in der Branche hat. Auf dem Bild sehen Sie, glaube ich, ganz gut, wie ich mich gefreut habe - das lag nicht nur an der hervorragend modern interpretierten bayerischen Küche.
Fiona Walter: Der Abend war zudem eine großartige Gelegenheit, sich mit den Kollegen und Kolleginnen aus der ersten Liga der deutschen Vermögensverwalter auszutauschen und Anregungen für die Zukunft mitzunehmen.

Alle 18 Top-Vermögensverwalter waren vertreten

Tagesgeld-Lockangebote - eine Investmentalternative?

Bis zu vier Prozent fürs Tagesgeld – wer braucht da noch Aktien, Anleihen oder Gold im Depot?

Es ist ein verständlicher Reflex, dass Anleger ihr Erspartes flexibel anlegen wollen. Gerade dann, wenn es auch noch bis zu vier Prozent Zinsen fürs Tagesgeld gibt und das dank gesetzlicher Einlagensicherung für bis zu 100.000 Euro quasi ohne Risiko sein soll. Aber Vorsicht, da steckt zwar – zumindest bei seriösen Anbietern – nichts Verwerfliches dahinter, aber es ist schon Kalkül dabei. Denn die Lockangebote richten sich meist nur an Neukunden und sind zeitlich limitiert. Klar gibt es die, die alle paar Wochen zum nächsten Anbieter wechseln. Aber bei nicht wenigen bleibt dann das Geld einfach erstmal liegen. Auch das ist noch nicht schlimm, aber wenn es dann statt vier nur noch ein oder zwei Prozent gibt, reicht das nicht zum realen Kapitalerhalt. 

Tagesgeld ist wichtig, aber nur ein Baustein 
Es ist wichtig, dass stets ein Teil des Vermögens kurzfristig verfügbar positioniert werden sollte, um einen Notgroschen zu haben. Überraschende Ausgaben kann es immer geben, von der großen Autoreparatur bis zur kaputten Waschmaschine. Verbraucherschützer empfehlen etwa drei bis sechs Netto-Monatsgehälter. Aber wer denkt, so etwas würde eine langfristige Investmentstrategie für das komplette Vermögen ersetzen können, täuscht sich. Statt nur auf eine noch dazu zeitlich limitierte Möglichkeit zu vertrauen, erscheint es uns sinnvoller, bewusst verschiedene Optionen zu nutzen. Das bedeutet vor allem, unterschiedliche Anlageklassen wie etwa festverzinsliche Papiere, Aktien oder auch Edelmetalle wie Gold im Portfolio zu mischen, um so Risiken und Chancen auszubalancieren. Eine strategische Vermögensaufteilung kann die in vielen Bereichen guten Aussichten nutzen, um wirklich langfristig Vermögenswerte real zu erhalten. Übrigens sind auch Tagesgeldlockangebote nicht konkurrenzlos: Werfen Sie doch mal einen Blick auf kurzlaufende deutsche Bundesanleihen. Die bieten eine vergleichbare Flexibilität und eventuell sogar noch etwas mehr Renditeaussicht. Das könnte auch eine gute Alternative für den Vermögensbaustein „Notreserve“ sein, als Teil einer gut ausbalancierten, diversifizierten Vermögenstruktur, die einen langfristigen realen Kapitalerhalt möglich macht.

FVM Intern

Irene Walter und Fiona Walter von der FVM stehen neben einem Veranstaltungsaufsteller mit der Aufschrift „Fonds Insights 2026“ in einem Innenbereich.
Irene und Fiona Walter

FondsInsights in Salzburg

Im Rahmen der FondsInsights 2026-Veranstaltung unseres langjährigen Partners Universal Investment in Salzburg konnten Irene und Fiona Walter zahlreiche wertvolle Impulse mitnehmen und die Gelegenheit zum fachlichen Austausch nutzen. Zum Beispiel beim Vortrag zu strategischen Einblicken der Rolle Europas in einer sich wandelnden Weltordnung des bekannten Ökonomen Daniel Stelter. Oder beim Beitrag zu den neuen Perspektiven auf Wettbewerb und „Coopetition“ sowie die Auswirkungen globaler Akteure auf die internationale Investmentlandschaft, vorgetragen von Journalist und Chinaexperten Frank Sieren. Beim gemeinsamen Abend in der Stiegl-Brauwelt sowie bei einer kulinarische Entdeckungstour durch Salzburg boten sich zudem zahlreiche Gelegenheiten zum Dialog und zur Vertiefung bestehender Kontakte. Wir danken dem gesamten Team von Universal Investment herzlich für die hervorragende Organisation und zwei 
rundum gelungene Tage.

Benedikt Schäfer, Yvonne Kromer-Willaredt, Timo Steiner, Ralf Streit

FVM bei „Merzhausen hilft“

Es war uns eine große Freude, im Mai erneut Teil des Spendenabends „Merzhausen hilft“ zu sein. In diesem Jahr stand im FORUM Merzhausen die Unterstützung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Freiburg im Mittelpunkt – insbesondere der dringend benötigte Neubau einer Tagesklinik für Kinder und Jugendliche. Organisiert von Wir helfen Kindern e.V. gemeinsam mit der Matthias Ginter Stiftung wurde der Abend zu einem bewegenden Zeichen für Zusammenhalt, Hoffnung und gesellschaftliches Engagement. Mit tollen Gesprächen, inspirierenden Gästen, musikalischen Highlights und einer Charity-Auktion entstand eine ganz besondere Atmosphäre voller Herzlichkeit und Menschlichkeit. Wir als Freiburger Vermögensmanagement GmbH sind dankbar, dieses wichtige Projekt unterstützen zu dürfen und Teil eines Abends gewesen zu sein, der gezeigt hat, wie viel erreicht werden kann, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen

Nahaufnahme von Dagmar Schweizer, die herzlich lacht und einen bunten Blumenstrauß sowie eine Urkunde hält. Links von ihr steht Claus Walter und rechts von ihr Ralf Streit, die beide freundlich in die Kamera lächeln.
Claus Walter, Dagmar Schweizer, Ralf Streit

Jubiläum: Dagmar Schweizer 20 Jahre bei der FVM

Seit ihrem Einstieg im Jahr 2006 hat Dagmar Schweizer die Entwicklung der FVM von Beginn an begleitet und mit viel Engagement aktiv mitgestaltet. Mit ihrem ausgeprägten Sinn für Struktur, ihrer Verlässlichkeit und ihrer sorgfältigen Arbeitsweise ist Dagmar Schweizer aus der Buchhaltung und unserem Teamalltag nicht mehr wegzudenken. In zwei Jahrzehnten hat sie die Entwicklung der „kleinen FVM“ – mit all ihren Wachstumsphasen und auch herausfordernden Momenten 
– bis hin zum etablierten Vermögensverwalter miterlebt und dabei stets mit großer Loyalität, Flexibilität und persönlicher Einsatzbereitschaft überzeugt. Die FVM dankt Dagmar Schweizer für die langjährige Treue und die vertrauensvolle Zusammenarbeit, und wir freuen uns sehr auf viele weitere gemeinsame Jahre mit ihr!